Osteopathie Bensheim

OSTEOPATHIE

In der Osteopathie stehen die manuelle Diagnostik und Therapie im Mittelpunkt. Sie zählt zu den bewährten Heilmethoden, die nicht nur Erkrankungen des Skelettsystems umfasst, sondern ein holistisches Konzept darstellt.

Osteopathie ist gleichzeitig Wissenschaft, Kunst und Philosophie.

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche medizinische Therapie, deren Wirksamkeit auf der genauen anatomischen Kenntnis der Organsysteme, Körperphysiologie und Neurologie, sowie dem Zusammenspiel der verschiedenen wechselwirksamen Funktionssysteme des Köpers beruht. Sie hat dabei immer das Gleichgewicht des gesamten Organismus im Blick.

Das Ziel der Behandlung ist es, die Selbstregulation des Körpers direkt an den betroffenen geschwächten oder bereits erkrankten Stellen im Körper zu aktivieren. Denn dort, wo Gewebe über seine Maßen beansprucht wird, zeigen sich oft Beschwerden. Die Ursache hierfür ist jedoch häufig in einer ganz anderen Körperregion zu finden und liegt manchmal schon länger zurück (z.B. Operation, Unfall oder Erkrankung). Diese ursächliche Bewegungseinschränkung gilt es zu lokalisieren und zu behandeln. Dadurch wird der Körper darin unterstützt, zu seiner Fähigkeit der Autoregulation und Regeneration zurückzufinden, also das harmonische Zusammenspiel aller Körpersysteme wiederherzustellen und seine Selbstheilung einzuleiten.

„ Wer den Zweig untersucht, und die Wurzel vergisst, geht in die Irre“

(Mahatma Ghandi)

Die drei Grundpfeiler der Osteopathie

Parietales System
Viscerales System
Craniosacrales System

GESCHICHTE DER OSTEOPATHIE

Das Konzept der osteopathischen Medizin wurde 1874 von dem amerikanischen Arzt und Chirurgen Dr. Andrew Taylor Still entwickelt. Nach intensiven Anatomiestudien und genauen Naturbeobachtungen beschäftigte er sich mit der ganzheitlichen Behandlung seiner Patienten und entwickelte eine Therapiemethode die durch sehr große Heilerfolge immer bekannter wurde. So war eine seiner zentralen Thesen, dass alles Leben sich in Bewegung ausdrückt und wenn diese eingeschränkt wird, daraus zunächst funktionelle Störungen und später ernsthafte Erkrankungen entstehen. Still gelang es durch manuelle Stimulation die Bewegungseinschränkungen zu beseitigen und dadurch viele der Beschwerden zu lindern. So wurde 1892 in Kirksville, Missouri, die erste amerikanische Schule für Osteopathie begründet. Inzwischen existieren in den USA über 20 medizinische Hochschulen für Osteopathie, die osteopathische Medizin unterrichten und deren Grundlagen erforschen.

In Europa wurde 1917 die erste Hochschule für Osteopathie in London gegründet. Von dort aus verbreitete sie sich und ist bereits seit Jahrzehnten in der Medizin in Frankreich, Belgien, Skandinavien, der Schweiz und Deutschland etabliert. Seit ihrer Geburtsstunde hat sich die Osteopathie dabei ständig weiterentwickelt und den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst. Vor allem in der Behandlung des Bindegewebes, der sogenannten Faszien, hat in den letzten Jahren eine enorme Weiterentwicklung stattgefunden. Diese aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse integriere ich nach Evidenz fortwährend in mein osteopathisches Behandlungskonzept.